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#1

Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 28.01.2016 17:33
von Eileme15 | 9 Beiträge | 32 Punkte

Hallo zusammen,
unser bisheriger Stand war eigentlich: UNBEDINGT einen Notbully oder zumindest einen "älteren" Hund, der aus welchen Gründen auch immer abgegeben wurde.
Der Hintergrund hierbei war eigentlich immer die Erfahrung dass Tierheimhunde oder generell "gerettete Tiere" ein rieesiges Herz haben und mit Geduld und liebevoller Konsequenz eigentlich nichts schief gehen kann. Uns ist nicht wichtig oder viel mehr wollen wir keinen Hund der Kunststücke macht und hört wie eine Maschiene. Charakter und ein dicker Kopf war immer das was mich gerade an Bullys so fasziniert hat. Nach einigem lesen vor allem von Erfahrungsberichten bin ich mir nun aber nicht mehr so sicher ob es unter Anbetracht unserer Lebenssituation (Kleinkind) so eine gute Idee ist einen Hund bei uns aufzunehmen der viele oder nur schlechte Erfahrungen mit dem Menschen gemacht hat. Kinder sind laut und wild - zwar kann man auch Kinder einschränken und ihnen bei bringen das der Hund beim Fressen, schlafen etc. in Ruhe gelassen wird aber beim Spielen, wenn auch nicht im selben Raum erreichen Kinder ja nunmal manchmal doch eine Lautstärke, die selbst meinen Ohren weh tut :D
Von vielen Tierheime haben wir nun auch die Rückmeldung bekommen dass grundsätzlich garnicht zu kleinen Kindern, erst ab 6 Jahren vermittelt wird. Außerdem sollen vor allem Bulldogen in allen Größen und Formen schwierig aus zweiter Hand sein.
Ist es wirklich so "gefährlich" für das Kind und so "schrecklich" für den Hund ? Wir wollen ja auch nicht irgendeinen auf die schnelle zu uns holen, sondern schon warten bis wie den oder die richtige für uns gefunden haben. Wobei mir hier auch mittlerweile die Ideen ausgehen. Es sind leider - oder Gottseidank - ja nicht so viele Bullys die abgegeben werden. Gegen einen Welpen haben wir uns eigentlich aufgrund des ganzen Hundeelend auf der Welt entschieden. Bitte sagt mir dass ich meinen Bully nicht für die nächsten 6 Jahre abschreiben muss

Liebe Grüße


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#2

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 28.01.2016 18:01
von TruDo • Bully-Experte | 14.077 Beiträge | 16566 Punkte

Ich kann nur berichten, dass Donald, Notbully aus dem TH absolut kindertauglich ist, Paula dagegen haben wir mit 17 Wochen bekommen ( auch aus dem Tierschutz ) hat Probleme mit kleinen Kindern, hat sie nie kennengelernt. Will damit sagen, es kann ganz problemlos sein, du solltest nur Geduld haben bis der richtige kommt. Im TH können sie oft die Hunde gut einschätzen, wenn die sagen es geht nicht, dann sollte man es wirklich lassen.


Grüße Tanja


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#3

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 28.01.2016 18:04
von Emmos | 1.249 Beiträge | 1672 Punkte

Also meinen Carlos hätte ich auch bedenkenlos zu Kindern gelassen. Die hätten nur wahrscheinlich weniger Spass an ihm weil er so eine Couchpotato ist. Olga kann hier bestimmt auch noch einiges dazu schreiben. Sie hat ja auch ein bischen gebraucht um Tirza zu finden. Und die Maus scheint ja perfekt mit Kindern zu sein. Ihre sind ja auch noch klein. Ich denke wenn du dir keinen Stress machst .... und dich ganz in Ruhe umschaust dann wird dir der richtige Bully schon ins Auge fallen.

Carlos ist aus der Tötung in Spanien als 7jähriger Hund zu mir gekommen der sich dann doch als jünger erwies.


Seine ehemalige Hoheit der König von Spanien CARLOS und Bettina

zuletzt bearbeitet 28.01.2016 18:06 | nach oben springen

#4

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 28.01.2016 19:25
von frops • Bully-Experte | 10.653 Beiträge | 13966 Punkte

Meinungen über jenen und welchen Hund lesen sich für euch zwar sicherlich interessant, helfen euch aber nicht.
Jeder Hund ist anders und genau so müsst ihr euch Hunde aus Tierheimen und Privatabgaben bewerten.
Es muß ja nicht zwigend ein Hund sein, den ihr vorher nicht kennen lernen könnt.
Es müssen ja andauernd Hunde ihr zu Hause verlassen und können da gar nichts für. Die so sehr verpönten Kleinanzeigen sind voll mit wirklichen Nothunden.
Ihr müsst natürlich genau filtern, was Welpenhandel und Mist ist und welcher Hund wirklich sein zu Hause verliert.
Mit Kind wäre es mir persönlich sehr wichtig den Hund vorher kennen zu lernen mit den vorherigen Haltern oder halt dem Tierheimpersonal ganz ausführlich zu reden und wenn es geht mehrfach zusammen raus mit und ohne Kind.

Ich kann dir gerne erzählen, wie meine Hunde sind/waren.

Quenya: Privatabgabe. Sah auf den ersten Blick super aus. Sie kam aus einer Familie mit älterem und jungem Kind. Dort hat sie keinen Mucks von sich gegeben bei den Kindern.
Quenyas Geschichte ist hier im Forum nach zu lesen, auch wie sie offenbar damals wirklich gelebt haben muß.
Ich bin mir sehr sehr sicher, dass sie mehr als einmal ordentlich was auf die Glocke bekommen hat.
Es stellte sich dann raus, dass sie Skater, LKW, Auto mit Anhänger und alles sonstige mit Rollen, das Klapperte einfach nur umbringen wollte.
Kinder draußen haben sie komplett ausflippen lassen. Die wusste gar nicht wohin mit sich. Angst, Panik, Angriff, Wegrennen, reinbeissen...was zu erst? Ich hatte einen Hund hysterisch kreischen, aus dem Maul schäumend und auf den Hinterbeinen stehen an der Leine.
Das haben wir trainiert....nach einer GANZEN Weile konnte sie Kinder ertragen, solange die nicht dynamisch wurden. Also stehen, sitzen, kreischen ohne rennen, alles kein Problem. Ich habe sie nach etwas über einem Jahr in Kindergartengruppen gesetzt und sie hat es ausgehalten.
Kinder, die zur Familie gehörten waren okay aber auch suspekt.
Ich hätte sie nicht für 2 Sekunden ohne Aufsicht bzw mit Leine zu kleineren Kindern gelassen. Kinder ab 12 mit strengen Auflagen.
Sie hätte da im Zweifelsfall nicht lange diskutiert, sondern dafür gesorgt, dass das Kind nicht so schnell mehr irgendwas hektisches machen kann.

Leider ist Quenya letztes Jahr ins Regenbogenland umgezogen und dann kam Ohana aus dem Tierschutz von Mallorca.
Ohana ist eine einzige Katastrophe. Ja, das meine ich so.
Ich liebe diesen Hund, sie wird an meiner Seite alt und grau werden (weise hab ich schon abgehakt) und ich gebe mein letztes Hemd für sie.
Hätte ich aber ein Kind, wäre Ohana nach 2 Wochen woanders gelandet.
Sie ist zu Menschen absolut großartig, aber manchmal schießt ihr ein Blitz duch den Kopf und sie macht irgendwas vollkommen bescheuertes.
Da könnte ich nicht garantieren, dass sie nicht versucht auf dem Kind zu reiten, zu gucken, ob man Kinder auf Links drehen kann, wo genau der Qietschie versteckt ist, oder oder oder.
Außerdem würde ich ihr nicht über den Weg trauen, wenn Kinder spielen.
Auf hohe Töne reagiert sie....seltsam.
Hunde und andere Tiere müssen bitte umgebracht werden.
Da würde ich nicht ausprobieren, ob sie nicht Kinder irgendwann in die Kategorie "Ist unter 60 Kilo, kann man töten" einsortiert.
Ich hatte sie bei meinem Neffen mit, aber mit Leine und er musste Abstand halten. Das war ihr eigentlich egal...aber eigentlich ist bei Hunny nichts.
Außerdem hat sie eine Schilddrüsenunterfunktion, die grade erst medikamentös eingestellt wird und da können mal Aggressionen auftauchen, wo keine hingehören.
Ich würde bei ihr auch niemals sagen "Ja, die können sie streicheln, die tut nichts".
Manchmal bieten da die Hirnwindungen bei ihr ab und außer Pudding kommt dann nichts mehr.

Basti gibt es noch. Gehört meinen Eltern, würde als mini kleiner Welpe gefunden und hat aber einen guten Teil seiner Prägephase in einer super Pflegestelle verbracht. Kein Bully, sondern Podenco Mix.
Als 10 Wochen alter Knirps bei meinen Eltern und meiner Schwester eingezogen.
Er hat nichts negatives mit Kindern erlebt, außer, dass er einmal von einem Fußball getroffen wurde.
Als echt Podenco Diva ist das ein Grund für eine ausgeprägte Phobie mit Flucht und mehreren Sitzugen beim Psychater
Große, böse Bälle gehen inzwischen wieder, solange Kinder damit nicht spielen.
Kinder an sich sind ein Übel, das auch ein Podenco Mix nicht wegtherapieren kann.
Er erträgt es, findet es aber scheiße und vollkommen überflüssig.
Er beschwichtigt und setzt alles ein an Körpersprache was er hat und irgendwann würde er zubeissen.
Einmal leider passiert, aber das hat meine Schwester schön verkackt!
Ich würde Basti behalten, wenn ich ein Kind hätte, allerdings mit klaren Regeln für beide und mit 100% sicheren Rückzugsort für Basti.


Wie du siehst, gibts Solche und Solche.
Überlegt lieber ein paar Monate mehr, als zu wenig. Sagt auch tollen Hunden zur Not ab, wenn irgendwo doch was nicht passt.
Ich hatte bei der Suche eine Hündin, die war perfekt.
Die war gesund, die war lieb, lieber am liebsten. Toll mit Hunden, toll mit Kindern, nicht so gut erzogen, aber das wäre ein Klacks gewesen. Die war soooo zuckersüß. Wir waren gassi zusammen und haben gekuschelt usw.
Aber es hat nicht *peng* gemacht.
Tja...das hab ich nu vom elendigen Bauchgefühl. Nu wohnt Kessy woanders und ist da toll und ich hab die Königin des Arschlochlandes hier wohnen.
Läuft....



Mein Hund ist als Hund eine Katastrophe. Aber als Mensch unersätzlich.

Patentante von Spike und von Brunooo

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#5

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 28.01.2016 19:31
von Boule | 544 Beiträge | 766 Punkte

...ich habe zwar keine kleinen Kinder, aber 3 Bullys aus 2. Hand... Gigi war mit Kleinkind aufgewachsen - keine Probleme vom Wesen her - aber durch ihre schwere Epilepsie nicht mehr kindertauglich (extreme Schreckhaftigkeit)

Amelie kann gut mit Kindern, die etwas älter und vernünftiger sind...

Oskar kann gar nicht mit Kindern - er ist da unberechenbar.

ich würde immer dazu tendieren, einen Bully von einer Orga zu nehmen, die mit Pflegestellen arbeitet - da ist der Hund in einer Familie, wo man sehr gut sein Verhalten im Alltag beurteilen kann. Im Zwinger ist das immer viel schwieriger zu entscheiden...

liebe Grüsse und viel Erfolg...

Barbara mit Gigi Sorgenkind, Amelie Sonnenschein und Schmusekater Oskar - aber nicht mit Kindern...



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#6

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 28.01.2016 23:47
von Knutschkugel • Bully-Experte | 12.513 Beiträge | 13691 Punkte

Ich hab jetzt keine tierschutzhunde..sondern welche vom Züchter..

davon kann man es aber nicht davon abhängig machen...

Meine zwei haben nix gegen Kinder..Apollo würd ich mal sagen mag Kinder richtig gern - gelernt haben es beide nie, wir haben nämlich keine Kinder - aber den Kindern von Freunden und Verwandten wurden die zwei "vorgestellt" und s hat geklappt..aber das ging auch nur, weil ICH meine Hunde kenne - ich weiß dass die kein Interesse daran haben, nen Menschen zu verletzen..

Für was ich aber nie garantieren kann, und das sag ich auch immer gleich im Vorfeld, sind folgende Sachen - damit müssen die Eltern sich abfinden oder die sollen ihre Kinder von meinen Hunden fernhalten:

Lemmy hat mal n Kind ins Gebüsch geschubst - der 3 jährige bub fand das nicht so toll. Wollte mitm Lemmy auch nicht mehr spielen..generell findet er es lustig Kinder zu schubsen
Kinder teilen gern essen - das weiß auch Lemmy .. Entweder hockt er sich brav daneben und wartet, bis Kind ihm was geht, dauert es ihm zu lang, nimmt er sich was er will
Apollo liebt wettlaufen - allerdings hat er ein Händchen dafür, Haken zu schlagen, dann kommts schon mal vor dass er in n Kind reinrennt
Er liebt auch Spielsachen - meistens die, die ihm nicht gehören..ich hab aufgehört zu zählen, wieviele Bälle, Puppen, Stifte oder sonst was er von Kindern schon geschreddert hat (tja, die Kinder räumen seither immer auf, wenn sie hören, die hundefrau kommt zu Besuch)
Apollo lässt sich auch butzeln und knutschen und alles is paletti...Lemmy hingegen HASST es, wenn jemand anderes außer ich oder Carsten seine Ohren anfassen - da deutet er nen schnapper an, das kann er gar nicht leiden - ebenso hasst er es betatscht zu werden, wenn er da jetzt eben grad keinen Bock drauf hat

Was für alle Hunde glaub ich einfach schwierig ist, ist die Tatsache, dass Kinder anders laut sind, sich anders bewegen, im kleinkinderalter irgendwo essen kleben haben oder sonst was..die Tochter von bekannten is ganz vernarrt in meine - will immer dass wir zusammen spazieren gehen - sie will dann aber auch immer nen Hund halten..Apollo kann ich ihr nicht geben, des mädel wäre samt Hund weg, wenn Apollo nen anderen Hund sieht, den er töten möchte..also Lemmy..ja, nur wiegt Lemmy knapp 15 Kilo - es hat keine 5 Minuten gedauert, da hat das mädel zu heulen angefangen, weil Lemmy sie einfach umgerissen hatte, weil sie nur 13 Kilo hat..bussi aufs Knie, alles wieder gut, weiterlaufen - die kleine war nach kurzer Zeit dermaßen k.o. und hat sich dann eingestanden, dass das eben doch nicht klappt..aber wer nicht hören will muss fühlen, ne?

Wichtig ist auch, dass die Kinder kapieren, dass ein Hund kein Spielzeug ist, dass Ruhe auch wirklich Ruhe bedeutet, dass man aufräumen muss, wenn man seine Spielsachen länger noch haben will, dass n Bully mit deiner rumsbirne gern mal zum Küsschen geben angeflogen kommt, dass der Bully gern auch mal kacke frisst und im nächsten Moment Küsschen geben will, dass n Hund auch mal krank sein kann, dass man dem Hund die Finger nicht überall reinstecken darf etc

Ich persönlich muss sagen, mir wärs wohler mit nem gscheid sozialisierten Welpen, der mit meinem Kind aufwächst, als nen Hund ausm Tierschutz irgendwo her zu nehmen, dessen Vorgeschichte man nicht kennt..diese Tierschutzvereine können ja teilweise auch nicht mal alles testen, somit holt man einfach die Katze im Sack.. Oder aber man guckt nach nem abgabehund, der bereits in ner Familie gelebt hat..aber das dann auch wirklich zeigen lassen, dass es mit dem Kind funktioniert...wobei, unseren westi hatten wir auch ausm Tierschutz - ob der davor überhaupt was kannte? Keine ahnung, der sah nicht mal a

us wie n Hund als wir ihn bekamen - da war ich 9 oder so und meine Schwester 3.. Weiß nicht ob sich meine Eltern damals da überhaupt Gedanken drum gemacht hatten - wir hatten mit dem knilch nie n Problem..auch nicht bei kindergebursttagen oder sonst was.. Es is individuell einfach jeder Hund anders..könnte auch von einem Tag aufm anderen die Stimmung kippen, wenn der Hund eifersüchtig wird oder wenn, wenn auch unabsichtlich, dem Hund seitens des Kindes wehgetan wird..steckt man nich drin..

Kind und Hund is ne groß Aufgabe - aber meiner Meinung nach für Kinder echt n Riesen Segen..so nen hundekumpel zu haben.. Ich selber bin mit Hunden groß geworden, ich bin so froh darüber, dass ich dieses Glück hatte, immer ne kalte Schnauze neben mir gehabt zu haben.. Letztendlich musst du für dich selbst entscheiden, ob du dir der Aufgabe gewachsen bist, dein Kind zu erziehen, dem die Welt zu zeigen und evtl nem Hund ausm Tierschutz, der auch nichts kennt, auch Ängste nehmen musst und vielleicht erstmal sozialisieren musst..


______________________________________________________________________________________________________________________

Es ist notwendig, sich Paradise zu schaffen, poetische Zufluchtsorte, wo man auf einige Zeit die schauderhafte Zeit, in der wir leben, vergessen kann.
(Ludwig II. von Bayern)


zuletzt bearbeitet 28.01.2016 23:54 | nach oben springen

#7

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 30.01.2016 09:50
von Eileme15 | 9 Beiträge | 32 Punkte

Danke ! :) Also ich denke da werden wir uns dann doch nochmal gedanken machen müssen. Es bringt ja auch nichts einen Not-Bully aufzunehmen, der dann wieder ausziehen muss, weils mit unserer Tochter nicht klappt.
Das Hunde Kinder auch mal umschubsen und sich vielleicht dabei auch mal weh getan wird weiß ich. Aber ich denke auch dass das nicht so schlimm ist - mit und meinem Bruder hat das auch nie geschadet
Bei meinen Eltern lebt noch der Hund, mit dem ich und mein Bruder aufgewachsen sind. Generell haben wir viele Hunde in der Familie (Schwiegermama etc.) Meine Tochter hat sagen wir mal so.. einen gesunden Respekt vor Hunden :D Elmo, der Labrador-Doggenmischling meiner Mutter hat meine Tochter auch schon das ein oder andere mal "überrannt". Also denke ich von dieser Seite aus sind wir alle nicht sehr empfindlich. Auch das Hunde immer in der Nähe des Hochstuhls platz nehmen stört mich nicht.
Aber ist ein Welpe nicht sogar noch viel mehr "Überrraschungspaket" ?


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#8

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 30.01.2016 13:38
von AngieSH | 1.312 Beiträge | 1933 Punkte

Zitat von Eileme15 im Beitrag #7
Aber ist ein Welpe nicht sogar noch viel mehr "Überrraschungspaket" ?

Das sehe ich auch so - man hat zwar den Vorteil die Kleenen von klein auf zu kennen und somit sicher auch in entsprechende Bahnen lenken zu können, aber bei einem "ZweiterHand-Hund" hast Du den Vorteil ihn vorher schon kennenlernen zu können - jedenfalls meistens (Tierheim, Pflegefamilie etc).
Es kann so oder so gut gehen und auch so oder so in die Hose gehen.
So ist es nun mal, wenn man sich keine Maschine, sondern ein Lebewesen ins Haus holt ;) Lasst euch Zeit, guckt in Ruhe und dann kommt "euer Hund" schon!



Stolze Patentante vom Superhero-Opi Bruce und der entzückenden Ohana
Patentanten von Bruno sind Michi (colorful) und Nina (frops)

*Saving one dog will not change the world, but surely for that one dog, the world will change forever*
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#9

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 30.01.2016 15:35
von frops • Bully-Experte | 10.653 Beiträge | 13966 Punkte

Also einen Welpen kann man von Anfang an erziehen. Da kannst du dann bestimmtes Verhalten direkt vom ersten Tag an antrainieren.
Den Charakter kannst du aber nur bedingt beinflussen. Wenn du eine Krawallnudel bekommst, bleibt nur, dass du da immer hin von Anfang an Regeln für den Umgang mit Kind etc. angelernt hast.
Lernt ein Welpe z.B., dass man auf Kinderspielplätzen eine Decke bekommt und dort eine Stunde lieben bleibt und wartet, hast du später kein Theater.
Erwischt du aber einen Charakter, der von grundauf eher nervös ist, ist ein Spielplatz natürlich eine blöde Umgebung.

Da wäre ein Hund, der aus einer Familie ausziehen muß oder ein Tierschutzhund, der eine tolle Pflegestelle hat, natürlich ein Vorteil, weil der ist dann schon voll entwickelt, man kann den Charakter einschätzen und kann sich ansehen, wie der Hund generell so drauf ist.
Aber auch da kann man auf die Nase fallen und beschissen werden. (siehe mein erster Post).
Ein Hund muß IMMER erzogen werden. Kein Hund wird bei euch einziehen und alles können machen. Man muß alles Mögliche immer wieder üben und so weiter.

Ich würde nur von einem Hund abraten, den ihr nicht kennt. Also der typische Tierschutzhund. Sitzt noch im ausland, wird her geflogen und zieht bei euch an. Das würde ich mit Kind niemals machen. Das würde ich nach Hunny ehrlich gesagt auch ohne Kind nicht noch mal machen.

Ob Welpe, Junghund oder erwachsener Hund, ist ein bissi geschmacksache.
Bei einem Welpen musst du halt wahnsinnig viel machen. Hast du Lust alle 2 Stunden nach draußen zu gehen? Nach jedem Essen, Schlafen, Toben, auch wenn dein Kind weint, schläft, spielt. Ansonsten gibts Pipi und Häufchen in die Wohnung. Und selbst wenn man immer geht, passieren Unfällchen, die man wischen muß.
Welpen lernen erst, wie doll man spielen darf, machen ab und zu Sachen kaputt usw.
Das sind Dinge, die ein älterer Hund, wenn er gut gelebt hat, schon gelernt und hinter sich hat.

Oder möchtest du deinen Hund unbedingt gerne aufwachsen sehen, ihm die Welt zeigen und irgendwann sagen "Ja, das ist alles meine Erziehung, ich bin so stolz". Das hast du bei einem Erwachsenen Hund erst mal nicht.
Ich habe mir bewusst keinen Welpen ausgesucht und bereue es jetzt dennoch zum zweiten Mal.
Der nächste Wuffel, der zu mir kommt wird ein Welpe.

Davon abgesehen...das eine schließt das andere ja nicht aus.
Die Suche nach einem guten (9347029374203784 Ausrufezeichen) Züchter gestaltet sich eh schon mehr als schwierig. Währenddessen kann man ja die Augen offen halten nach Hunden, die ihre Familie verlassen müssen.
Wenn ihr EUREN Hund findet, werdet ihr es eh merken. Das zieht dann so schrecklich schön im Herzen, wenn der Fellklopps nicht direkt umziehen darf.
Und wie man den richtigen Züchter auswählt erfährt man hier im Forum ja sehr gut. Wenn du offen und ehrlich bist und Kritik einstecken kannst, wenn du den "falschen" Züchter ausgewählt hast, bekommst du hier von sehr erfahrenen Menschen tolle Hilfe.



Mein Hund ist als Hund eine Katastrophe. Aber als Mensch unersätzlich.

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#10

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 30.01.2016 17:20
von Eileme15 | 9 Beiträge | 32 Punkte

Ja, so ein Welpe ist auch klasse. Und am stubenrein werden sollte es nicht scheitern. Anfangs haben wir natürlich auch zu aller erst nach einem Welpen geschaut, aber wie ihr schon sagtet einen guten Züchter zu finden ist schwer.. und dann kommt noch dazu dass "Hunde mit Papieren" direkt über 1000 Euro kosten. Es ist nicht so dass wir nicht bereit sind das Geld in unseren Hund zu investieren, nur fühle ich mich einfach schlecht dabei. Bei all dem Hundeelend auf der Welt denke ich mir dass ich das Geld lieber spende oder in die Behandlung eines Hundes investiere, den irgendjemand nicht mehr haben wollte. Ich muss ehrlich zugeben ich bin ein bisschen hin und her gerissen. Dass das training bei jung und alt nicht zu kurz kommen darf ist uns auch bewusst. Das gute ist - Zeit hätte ich für beides.
Also heißt es wohl abwarten und weiter Augen und Ohren offen halten . Ich werde mich aber auf jeden Fall auch noch nochmal näher mit dem Thema Welpen beschäftigen und das heute bei meinem Männlein in die Runde werfen :)
Wie lange hat es denn bei euch gedauert bis ihr "den" Hund gefunden habt ? Langsam glaube ich wirklich dass das mit mir und dem Traum der Französischen Bulldogge in diesem Leben nichts mehr wird :D


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#11

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 30.01.2016 18:29
von TruDo • Bully-Experte | 14.077 Beiträge | 16566 Punkte

Ich glaube, dass es nicht auf die Rasse ankommt, du wirst die gleichen Überlegungen bei jedem Hund anstellen müssen.
Vernünftig gezüchtete Bullys liegen nach meiner Kenntnis deutlich über 1000 EURO. Eine Sanierung der Atmung auch mal 4000, eine MRT 600- 800 Euro ohne die Behandlung des Ergebnisses, den Unterschied zwischen Schutzgebühr und Preis für den Welpen hat man schnell aufgebraucht (das sollte man einfach wissen und sich bewusst entscheiden)


Grüße Tanja


Eileme15 hat sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 30.01.2016 18:36 | nach oben springen

#12

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 30.01.2016 19:50
von Eileme15 | 9 Beiträge | 32 Punkte

ich muss ehrlich sagen aus dem Blickwickel hab ich es noch garnicht gesehen.. Aber würden wir uns jetzt einen Bully vom Züchter mit entsprechendem Kaufpreis kaufen, können doch trotzdem die selben Probleme auftreten oder ? Was das Züchten angeht bin ich null informiert . Aber ich kann mir nicht vorstellen dass man Rassetypische Krankheiten einfach weg züchten kann auch wenn man noch so gut auf die Verpaarung achtet ?


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#13

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 30.01.2016 20:38
von TruDo • Bully-Experte | 14.077 Beiträge | 16566 Punkte

Natürlich hast du keine Garantie auf einen gesunden Hund, aber wenn man sich einen Züchter sucht, der einem Verein angehört in dem bestimmte Gesundheitsvoraussetzungen vorgeschrieben sind, kannst du das Risiko für die Bully typischen Krankheiten deutlich vermindern.

Dazu ist es aber wichtig auf einen vernünftigen Verein zu achten. Und natürlich sollte auch der Züchter passen, selbst in den seriösen Vereinen gibt es schwarze Schafe.

Ich habe meinen ersten Bully für einen üblichen Preis (für 1 400 Euro im Jahr 2005) gekauft, mit Papieren.
Leider hat der Verein keine Vorschriften für die Zucht, die Dame hat mit einem Rüden gezüchtet, der Rückenprobleme hatte ( das habe ich leider erst später herausgefunden, zu der Zeit war ich noch nicht hier im Forum ).
Mit 4,5 Jahren musste ich sie nach mehrfachen Bandscheibenvorfällen Lähmung und Schmerzen gehen lassen.

Auch alle andrren Rassen haben spezielle gesundheitliche Risiken, aber der Bully ist da sicherlich mit am stärksten betroffen.


Grüße Tanja


zuletzt bearbeitet 30.01.2016 20:40 | nach oben springen

#14

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 30.01.2016 20:45
von Eileme15 | 9 Beiträge | 32 Punkte

schrecklich.. das tut mir leid :(
Züchtet dieser Mensch denn noch immer, oder konntest du dich wenigstens irgendwo "beschweren" ? Auch wenn es das nicht besser macht..

Das heißt doch aber ich muss mich so informieren, als würde ich selbst unter die Züchter gehen ? Wie soll man denn sonst filtern wer mit Herz und Seele züchtet und wer nicht ?!
Würde der Mensch nicht immer alles und jeden ausbeuten wollen, gäbe es solche Probleme garnicht..


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#15

RE: Notbully oder vielleicht lieber doch nicht.. ?

in Erfahrungen mit Notbullies 31.01.2016 01:55
von TruDo • Bully-Experte | 14.077 Beiträge | 16566 Punkte

Leider vermehrt die Dame fröhlich weiter, inzwischen hat sie sich auf Sonderfarben spezialisiert
verboten ist das ja nicht, kann man also nichts machen außer dort nicht zu kaufen


Grüße Tanja


Eileme15 hat sich bedankt!
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