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#16

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 23.06.2014 16:42
von Miri87 | 3.874 Beiträge | 4190 Punkte

Ich weiß nicht, wie es bei Pixie war, die Antwort möchte ich auch gerne Jule überlassen, aber als Second-Hand-Hund-Besitzerin und ehemalige Pflegestelle sage ich dir, was wir allen Bewerben und Interessenten gesagt haben: Diese Hunde sind Überraschungseier!

Ich will jetzt nicht das übliche blabla vom Stapel lassen, das man auch bei einem Welpen nie weiß usw usw ...
Das ist uns ja nichts neues, natürlich steckt man nie drin, man muss aber fairerweise sagen, dass man die Wahrscheinlichkeit, einen lebenslänglich gesunden Hund zu haben mit einem Welpen aus einer seriösen und guten Zucht (die man ja erstmal finden muss ... ) doch deutlich erhöht hat.
Keine Garantie blabla, ist klar, darüber brauchen wir nicht reden.

Bei einem Hund aus zweiter/xter Hand, in der Regel aus unbekannter Herkunft, weißt du absolut NICHTS darüber, was auf dich zukommt. Das kann erstmal alles herrlich aussehen und dann die große Katastrophe werden. In meinem direkten Umfeld haben wir fünf FBs als Tierschutzhunde und mit allen fünfen monstermäßiges Glück gehabt! Ja, Mausi hat nen schlimmen Rücken und schwere HD, aber das ist händelbar, einer der fünf Bullys hat das angesprochene Hautproblem, war lange Zeit ein echtes Ärgenis, inzwischen auch händelbar. Im Vergleich zu dem, was manche hier so durch haben ist das ein fünfacher Jackpot.

Wenn du dich diesbezüglich auch noch scheckig machst wirst du auf keinen grünen Zweig mehr kommen und beim Steiff-Hund landen ;)

Selbst erfahrene Hundemenschen können sowas vorher nicht sehen oder erahnen, manche Dinge entwickeln sich erst, manche sind situativ erworben...
Abgesehen von massiven körperlichen Schädigungen, die man einfach sofort sieht weil der Hund aussieht wie Quasimodo oder läuft ein ein Seemann bei Landgang wirst du dich dahingehend kaum absichern können.


VG Miriam und Mausi


Das Verhaltens eines Menschen mir gegenüber sagt immer etwas über ihn aus, nie über mich.
Und die Art, wie ich emotional darauf reagiere, also das Gefühl, das dieses Verhalten in mir weckt, hat immer etwas mit mir zu tun und nie mit ihm.
(Safi Nidiaye)

zuletzt bearbeitet 23.06.2014 16:43 | nach oben springen

#17

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 23.06.2014 17:14
von Olga | 1.208 Beiträge | 1834 Punkte

Zitat von Miri87 im Beitrag #16

Wenn du dich diesbezüglich auch noch scheckig machst wirst du auf keinen grünen Zweig mehr kommen und beim Steiff-Hund landen ;)


Das hast du aber schön gesagt :)
Genau das denke ich manchmal auch.

Bei Welpen von einem seriöser, vertrauenswürdigen Züchter (den man, wie du ganz richtig sagst, zuerst finden muss) ist die Wahrscheinlichkeit einer Krankheit sicherlich geringer. Aber man steckt ja nicht drin. Und man kann nicht nur mit Bullys Pech haben. Versteh mich nicht falsch, Bullys sind eine kranke Rasse, da möchte ich nichts schön reden, aber auch ein Mix oder eine andere Rasse können Probleme mit sich bringen. Davor ist wirklich keiner gefeit, man kann da nur gewisse Absicherungen treffen, aber ganz sicher ist man nie.
Für uns steht fest, dass wir auf jeden Fall eine OP-Versicherung abschließen, was uns - hoffentlich - etwas abpuffert, sollte da etwas kommen. Generell interessiert es mich natürlich schon, was man alles beachten sollte - das Thema Gesundheit ist eben nicht zu vernachlässigen.

Liebe Grüße,
Olga


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#18

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 23.06.2014 19:36
von Cajo70 | 5.619 Beiträge | 7917 Punkte

Was mir noch einfällt: wenn du einen Hund aus dem Ausland adoptieren möchtest, informiere dich bitte auch über die Mittelmeerkrankheiten!

Ich habe dieses Thema damals so "überflogen" und habe gedacht, wenn der Hund negativ getestet ist, dann bin ich auf der sicheren
Seite...



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#19

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 23.06.2014 19:49
von Olga | 1.208 Beiträge | 1834 Punkte

Zitat von Cajo70 im Beitrag #18
Ich habe dieses Thema damals so "überflogen" und habe gedacht, wenn der Hund negativ getestet ist, dann bin ich auf der sicheren Seite...

Ach herrje. Dachte ich auch. Ist dem nicht so?


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#20

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 23.06.2014 22:43
von Cajo70 | 5.619 Beiträge | 7917 Punkte

Leider nicht...der Test sagt gar nichts aus....höchstens, ob der Hund Antikörper hat. Sicher nachweisen, ob er z.B. Leishmaniose hat, nur durch Knochenmark oder Lymphflüssigkeit (das wird man aber erst machen, wenn der Hund Krankheitszeichen zeigt und man sich nicht sicher ist).



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#21

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 25.06.2014 10:14
von Knutschkugel • Bully-Experte | 12.467 Beiträge | 13608 Punkte

ich glaub, wenns passt, dann passts einfach....

unser erster hund war schon vor mir da.. unsre rotti/dobermannmix hündin flori...glaub das hat auch meine liebe zu hunden geprägt, weil die einfach super war

dann hieß es, es gibt keinen hund mehr.. zu viel arbeit bla bla

aber not macht erfinderisch - da hab ich einfach nen befreundeten barkeeper von uns angesprochen, ob ich mit seinem hund spazieren gehen darf.. na klar - nur hoppala - des war ja nicht nur einer sondern es waren - ich weiß es nimmer genau - 8 oder 9?????? kleine wuschlige malteser also klein simone dann mit 9 maltesern die sich null benehmen konnten durch altötting maschiert - mein herz hatte damals der "bobby" erobert - war der größte von allen..so eine zarte seele.. den wollt ich immer mit heimnehmen - aber mal wieder hieß es "nein simone"

irgendwann zog dann parallel zu meinen 8 oder 9 malteserfreunden ein meerschweinchen ein.. ein meerschweinchen ist kein meerschweinchen und hoppala, da waren männlein und weiblein, auf einmal saßen da 7 meerschweinchen in meinem käfig super putzig, aber eben kein hund... das größte meerschweinchen von allen tut mir im nachhinein jetzt leid - das hab ich im puppenwagen immer rumgefahren und an der leine spazieren geführt

irgendwann waren dann aber leider keine malteser mehr da.. waren doch schon alle alt....ich will einen hund - nein simone, es gibt keinen hund..... bekannte von uns: aber du kannst doch hin und wieder auf unsren hund aufpassen? oh jaaaa!!! also kam der benji, ein cockerirgendwasmix in mein leben... so ein depp ich hatte sehr viel spaß mit dem buben.. bin viel radl gefahren und der forderte mich auch dementsprechend mit seinem jagdtrieb... leider hatte der irgend so ne dumme cockerspanieltypische krankheit und musste dann eingeschläfert werden

man..ich will nen hund .... nein simone, es gibt keinen hund - ich will aber einen!!!! nein es gibt keinen.... wir gehen vogelfutter einkaufen - heimgekommen sind wir mit nem zwergwidder kaninchen... zwar kein hund, hat sich aber benommen wie einer - hat aufn namen gehört, is mit mir "spazieren" gegangen, hat sich auf der couch zu mir gekuschelt... schön wars .. mein buddy auch meine ratten keks und elvis waren zwei kaliber, die sowas von anhänglich waren, dass man sie einfach überall mitnehmen konnte.. hach

irgendwann war das mönchen aber erfolgreich.. bzw. ich hatte ne komplizin! die bekannte mitm cockermix, die ihn ja auch ausm tierschutz hatte, hatte wieder nen hund in der vermittlung.. nen westi... ach ja! n cäsar hund.. oh man dacht ich mir.. ich will n gscheiden hund, keinen cäsar... und dann kam der stöpsel an! OH MEIN GOTT!!!! total verwarlost, verfilztes fell ohne ende, ne riesen offene wunde hinten am rücken, die vor flöhen und was weiß ich was gewimmelt hat.. schreckhaft und ja.. tolle wurst dacht ich mir.. aber siehe da, trotz seiner herkunft/vergangenheit (wurde anscheinend auch geschlagen und wohnte draussen etc) hat es nicht lange gedauert und aus dem dummen cäsar hund wurde ein treuer begleiter.. von dem ich auch so viel lernen durfte! wie rüden ticken können, wenn ne läufige hündin in der nähe ist (jaja, schon mal nen westi über nen 1.20 hohen zaun fliegen sehn?), dass hunde gerne ihren eigenen kopf haben und wenn se erkannt haben, dass se fliegen können, auch gern mal selbstständig zum mc donalds gehen und sich mit chicken mc nuggets füttern lassen? usw usw.. ein traum! leider zog der mit meiner schwester und meiner mutter damals weg... der stinkebär... er durfte geschätzte 13 jahre alt werden (so sicher war es ja nicht wie alt er war, als er zu uns kam) ohne jemals ein zimperlein gehabt zu haben (übrigens der einzige hund den ich kenn, der nie irgendetwas hatte und n tierarzt lediglich einmal zum impfen und einmal für die kastration gesehen hatte!)

irgendwann hieß es dann nicht mehr "nein simone, es gibt keinen hund" weil ich mit 17 von daheim ausgezogen bin... klar, mein erster gedanke war HUND!!!!!!! aber zum glück war ich geistesgegenwärtig genug um einzusehen, dass es unsinnig wäre, mir einen hund zuzulegen, wenn ich im abijahr stecke und es danach nicht sicher ist, wie es weitergeht.... aber ohne tier geht gar nicht..und als mein kaninchen dann mit fast ca 10 jahren gestorben ist sind zwei frettchen bei mir eingezogen..fast hund - aber eben doch nicht ganz.. aber ich konnt die kleinen stinker immer mitnehmen irgendwann gings dann von der provinz nach regensburg zum studieren, fredels waren natürlich mit dabei... studiengang gewechselt, studium und ausbildung auf einmal, es war einfach keine zeit mehr für meine fredels da... ich bin ihnen nicht gerecht geworden, weil von halb 7 in der früh bis teilweise 22:30 weg sein, da wird kein frettchen glücklich... ich war ganz ausm häuschen als sich damals n kumpel gemeldet hatte, der umzüge macht, dass er grad mit den leuten, die umziehen ins gespräch gekommen ist, die hätten ne knautschnase abzugeben..natürlich wollte ich ich den wutz.. aber erstens sagte die kanzlei in der ich gearbeitet hab nein und zweitens wäre es einfach unsinnig gewesen... als ich nachm studium dann zum carsten gezogen bin, wurde es besser, hatte wieder mehr zeit, aber leider erkrankte mein letztes fredl dann an diabetes und musste eingeschläfert werden, weil die ärzte es erst zu spät erkannten und der körper schon zu kaputt war..

dann war ich komplett tierlos... und ich muss sagen, mir fehlte da was. carsten meinte zwar, sei doch mal froh, keine verpflichtung, keine sorgen, gar nichts.... ja ich weiß auch nicht... ich glaub sowas kann nur jemand sagen, der einfach "tierlos" aufgewachsen ist? carsten hatte nie n tier..sein pa hatte mal fische, des war es aber auch schon....aber die arbeit in die ich dann reingerutscht bin (marketing - messen vorbereiten im in und ausland, etc) hat gleich gar keine zeit dann mehr zugelassen auch nur im entferntesten an nen hund zu denken... aber wie es das schicksal so will, nicht mal n halbes jahr nachdem ich nach bawü gezogen bin haben carsten und ich schon wieder nen zweitwohnsitz in bayern aufgebaut weil wir durch, naja ich sag mal eher unglückliche umstände, in die firma von meim vadder eingetreten sind... und tadaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa - da war sie! die chance ENDLICH wieder einen hund zu haben
und die knautschgesichter waren einfach schon immer mein fall.. alles bullige, einfach toll!!!! vor allem eben die franzosen (okay, paar andere rassen hätten mir auch sehr gut gefallen und auch zu uns gepasst, aber da bayern ja eins der bundesländer mit den strengsten auflagen ist und soviele einfach unter kat 1 laufen, ging einfach nicht alles....) freunde von uns hatten damals auch schon ihr kleines bullymädchen - die rosi! ein zuckerstückchen... einfach zum verlieben...für mich war klar, nichts ausm hinterhof, ich wills richtig machen.. aber das war gar nicht so einfach - soviel hört sich so toll an und nach recherchen stellt man fest, dass es der letzte müll ist - zum glück bin ich dann auf das forum hier gestoßen und da gabs einige liebe die mir da tips gegeben haben.. und ja, irgendwann, nachdem ich bei paar züchtern war, hab ich mich eigentlich für einen entschieden... hat sich alles super angehört - gefreut hab ich mich schon! irgendwann waren die welpen da - ab da wurde es aber komisch.... es hatte sich für mich nicht richtig angefühlt bei dem züchter einen hund zu nehmen... ganz schön deprimiert war ich dann, als ich da abgesagt hatte ... aber dann hab ich den tip bekommen, ich soll mir doch mal den berliner buben da angucken... gesagt getan... die großen ohrwaschln hatten es mir gleich angetan lange mit der züchterin telefoniert und hin und her, ja wir könnten da und da gern mal vorbeikommen... gesagt getan... was ich nicht wusste, ich durfte den buben dann auch gleich mitnehmen, weil sie meinte, endlich mal wer, dem ich meinen hund auch anvertrauen mag.. weil einfach zu viele seltsame leute sich für die hunde mittlerweile interessieren... ich war etwas perplex, hatte doch noch gar kein hundebett aber es war ein traum.. der keine knödel, so wundervoll... und ab dem zeitpunkt meiner! meiner ganz allein und er ist nach wie vor mein traumbully, weil, hört sich vielleicht blöd an, aber der passt einfach zu mir wie arsch auf eimer..wir sind beides sturköpfe, haben gern ne leck mich am arsch einstellung, essen gern, wir können auch einfach mal nebeneinander am wasser sitzen und einfach nur in die ferne starren, so n richtiger kumpel halt.. er mag die selben menschen wie ich - und eben auch nicht, er war so furchtbar zärtlich zu meiner oma und auch als wir am totenbett gestanden sind, isser ganz still geworden und hat seinen kopf auf ihrer hand abgelegt.. irgendwie verbindet uns da was haha, wie schmalzduselig

und in apollo hab ich mich einfach verliebt als ich ihn gesehn hab.. 5 bullybabys sind da rumgewackelt, aber der kleine knopf da ..so ein kleiner zwickl, so lieb und ruhig...wie er DAMALS war und jetzt wird der wurm morgen auch schon wieder ein jahr und ich möcht ihn nicht missen! so ein knallkopf wie er ist, so sanftmütig kann er dennoch sein, is sowas von schmusig und schläft am liebsten in meinem arm...

lange rede kurzer sinn - was ich damit sagen will: wenn es passt, dann passt es, ich weiß nicht ob man mit gezielter suche seinen traumbully findet... man kann sich klar für einen welpen entscheiden.. aber das hat sowas nach "bestellung" irgendwie..weil du kannst sagen, du willst welpe a, aber vielleicht passt welpe b ja viel besser zu dir? bzw. vielleicht passt von den welpen vom züchter aber auch gar keiner zu dir und du findest deinen herzenshund im tierheim? geh nicht zu verbissen an die sache ran, sicher dich ab, dass im hintergrund alles passt, züchter/Tierschutzverein, persönliches umfeld/zeit/geld etc etc....setz dir deine "no gos" und halte dich auch dran.. es gibt kein wenn und aber bei tieren.. und um himmels willen auch keine mitleidskäufe.. aber das kommt für dich soweit man das liest, ja eh nicht in frage... und wenn das alles passt, lass mal alles auf dich wirken, irgendwie ergibt sich dann der passende hund für dich.. auch nach ner langen durststrecke (bei mir waren es jahre!!!!)


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Es ist notwendig, sich Paradise zu schaffen, poetische Zufluchtsorte, wo man auf einige Zeit die schauderhafte Zeit, in der wir leben, vergessen kann.
(Ludwig II. von Bayern)


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#22

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 25.06.2014 10:33
von Olga | 1.208 Beiträge | 1834 Punkte

Danke für deinen Bericht, Mone! Er ist so was von schön ... und manchmal traurig ... und im nächsten Moment musste ich schon wieder schmunzeln ... Danke!

Mitleidskauf/Vermehrer werden uns wirklich nicht in den Sinn kommen. Welpe oder Tierschutz - da sind wir dagegen sehr offen. Bei Welpen ist es in dem Sinne einfacher, dass der Züchter einem helfen kann, den passenden Welpen zu finden. Er kennt ja seine Tiere und kann vielleicht gut abschätzen, was passt und was nicht. Natürlich nur in dem Fall, wenn man wirklich den Züchter seines Vertrauens gefunden hat.
Bei einem Tierschutzhund gibt es einfach so vieles, was zu beachten gibt. Am liebsten würde ich hier einen Ausruf posten: Wer ist bereit, mit uns einen Ausflug zu machen und und ein paar Tipps zu geben? *g*

Ich träume schon von Hunden!
Gestern ging es darum, dass ich meinen Hund auf BARF umstellen muss
Und heute hatte ich einen Golden Retriever, den ich in ein Café mitgenommen habe

So weit ist es schon ...

Liebe Grüße,
Olga


www.olgakrouk.de
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#23

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 25.06.2014 10:54
von Emmos | 1.122 Beiträge | 1467 Punkte

Ich freu mich schon auf dein erstes Buch über euren Hund !


Seine ehemalige Hoheit der König von Spanien CARLOS und Bettina

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#24

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 26.06.2014 22:29
von KatiskühnerKuno | 1.463 Beiträge | 1614 Punkte

Was für schöne Geschichten, spannend zu lesen wie Ihr alle auf den Hund gekommen seid.

Ich hatte als Kind immer schon Tiere, Hamster, Hasen, Meerschweine, Ratten, Fische und Katzen und wie alle Kinder wollte ich natürlich auch nen Hund haben, hatte ich auch nie gekriegt, später dann hatte ich Panik vor Hunden, warum weiß der Geier.

Zu meinem ersten Hund kam ich durch ne damalige Bekannte, mal eben die kleinen Rotti-Schäfers angucken fahren und auf dem Nachhauseweg hatte ich dann so einen kleinen süßen Knopf auf dem Schoß sitzen und war um hundert Mark (damals noch) ärmer, keine Leine, Kein Halsband, kein Bett, kein Futter nix zuhause und es war Samstag Abend.
Gefüttert hab ich in dann erst mal mit Katzendose und Trofu.
Da saß ich nun und dachte, meine Güte was hast denn nun angestellt, ob das so ne gute Idee war, wirst Du damit klar kommen, wirst Du dem Hund auch gerecht und haste Lust wirklich jeden Tag, bei Wind und Wetter mit ihm Gassi zu gehen??? Der Hund ist nicht wie Deine beiden Katzen, dem musste schon was beibringen und Dich mit ihm beschäftigen.
Kam noch dazu, das meine Mom nen richtigen Aufstand veranstaltet hat und ihren Bruder anrief der mein Vermieter ist und gesagt hat der Hund muss weg, der rief mich an und und und
Da war ich dann trotzig und stinkig zugleich und hab gesagt jetzt erst recht, hab den Hund gepackt hab bei der Mom geklingelt, ihr die Leine in die Hand gedrückt und gesagt, so, dann fahr ihn ins Tierheim...
Der Möpsen ist hin, hat sie abgeleckt und sie hat geheult, ihren Bruder angerufen und hat ihm genau das Gegenteil erzählt, der Hund muss bleiben.
Das war mein holpriger Start als Hundebesitzer.
Ich bin inzwischen ein richtiger Fan von Gassirunden und liebe es, solch zauberhafte Wesen um mich zu haben, denn ich hab wie gesagt schon meinen vierten Hund und ganz ehrlich ohne Hund wäre ich einfach nicht mehr komplett.

Den Hector meinen zweiten Hund hab ich geschenkt bekommen, die Frau war froh das sie ihn los hatte, wir hatten beschlossen uns noch einen zweiten, kleineren Hund anzuschaffen, denn wo einer Platz hat, ist auch Zeit und Platz für nen zweiten, gesagt getan und als wir uns ein paar Würfe angesehen hatten und die Frau mit dem Hector auf dem Arm ankam, hatten wir es beide gewusst, das ist der richtige!

Als dann mein großer gestorben ist, hab ich drei Jahre lang gebraucht bis ich bereit war für einen neuen Hund, ganz ohne Hund hätte ich vermutlich nicht so lange gebraucht.
Aber irgendwann sagte mir mein Herz, es ist an der Zeit....
Was für eine Rasse es werden soll haben wir lange überlegt, denn ich bin aus Bayern und alle Hunde die mir gefallen hätten sind bei uns Listenhunde, also Wesenstest, Haltererlaubnis, das volle Programm, das hatte ich bei meinem Rotti schon, wollte ich mich nicht mit belasten, also hab ich zuerst mit einem Mops geliebäugelt... Oder eine Bulldogge, ich bin dann mit meiner Freundin zu ihrer Bekannten die eine Französin hatte und es war um mich geschehen, also stand es fest ein Bully wird einziehen, mein Mann sagte bloß, gut, ich schäm mich zwar, aber ich nehm DEINEN Hund schon mit zum Gassi gehen. (Ihr hättet ihn sehen sollen als er zum ersten Mal mit dem Kuno auf dem Bauch hier gesessen ist, auch er liebt Bulldoggen inzwischen abgöttisch, als der Kuno gestorben ist, hab ich meinen sonst so beherrschten, starken Mann nach 23 Jahren zu ersten Mal heulen sehen, soviel zum Thema, schämen und Dein Hund.)
Gesagt getan, mich diesmal besser umgesehen und mich auch wirklich in so ne kleine Knautschnase verliebt, hingefahren angeguckt und mitgenommen...
Wie krank der kleine Mann war, konnte man leider von außen nicht sehen und es ging dann auch gewaltig in die Hose, es gab nie irgendwelche Anzeichen wie schlecht sein Rücken wirklich war, bis zu seinem Todestag nicht.
Aber gerade diesen Hund hatte ich mir von Herzen gewünscht und er war auch wirklich etwas ganz besonderes und wenn es Herzenshunde gibt, dann gibt's auch Seelenhunde und der Kuno war meiner, aber ich bereue es keine Sekunde und ich bin froh das ich ihn kennenlernen durfte, auch wenn ich nach seinem Tod wirklich geschockt und irgendwie traumatisiert war.

Ich wusste ich will wieder einen Hund und am liebsten einen Bully, aber ich wusste auch, nicht zuletzt durch das Forum hier, wie schlecht es um die Bullys mittlerweile bestellt ist, Züchter hab ich keinen finden können, bei dem ich guten Gewissens einen Hund mir geholt hätte, also hab ich nach einem Jahr Wunden lecken beschlossen das es ein Nothund werden soll...
Leicht gesagt, denn ich hab mir viele angesehen, rumtelefoniert, gefragt und nachgeforscht, irgendwie wollte keiner zu uns passen, entweder er war unverträglich mit Rüden, oder es war zu weit weg um mal eben auszutesten ob der Hector den auch mögen würde, oder es wurde einem offensichtlich die Unwahrheit erzählt und und und

Ich hatte aber keine Eile und so hab ich weiter gesucht und eines Tages im Internet den Alois erspäht, es war Liebe auf den ersten Blick und es sollte wohl auch so sein, er stand ganze 9 Minuten im Netz, ich hab sofort eine nette Mail geschrieben und kurz von uns erzählt, dann hab ich telefoniert und nach einer festen Endplatz Zusage von mir durfte der kleine Kerl dann mit dem nächsten Transport aus Ungarn mit ausreisen...

Ich kann nicht annähernd beschreiben was mir damals alles abwechselnd durch meine verschrobenen Hirnwindungen schoss, das ging von himmelhoch jauchzend, bis hin zu, ne das wird doch eh nix, vielleicht ist er wieder so krank, vielleicht verträgt er sich nicht mit dem Hector, vielleicht mag er mich nicht und ich komm überhaupt nicht mit ihm klar, vielleicht, was ist wenn und wieder vielleicht und hoffentlich hab ich die richtige Entscheidung getroffen.
Dann wieder hurra, ich hab bald Zuwachs, ich freu mich!
Dann hab ich mir gesagt, schluss jetzt, es gibt jetzt kein Zurück mehr, Du musst es nehmen wies kommt, denn nun bist Du für den kleinen Kerl verantwortlich.
Als er dann da war, waren die ganzen blöden Gedanken wie weggefegt und auch wenn ich manchmal wirklich aus der Haut fahren könnte wenn der Loisl wieder Bockmist baut, ich bin so froh das er bei uns ist, denn auch wenn ich manchmal denke er ist eine Mischung aus French Bully und dem Antichrist persönlich, lieb ich den kleinen Teufel wie verrückt und würd ihn um nix in der Welt mehr hergeben wollen, denn er kann auch richtig goldig sein, gelehrig, lieb und geradezu entzückend charmant.

Mach Dich nicht verrückt Olga, ich denke sone Gedanken sind typisch für uns Frauen, immer zweifeln, sich immer auch die weniger schönen Dinge durch den Kopf gehen lassen und am Ende vom vielen Denken ganz kirre werden.
Wenn ich etwas gelernt hab, dann, das am Ende eh alles anders kommt als man erwartet hat, aber immer wird irgendwie alles gut.
Vertrau deinem Bauch und hör auf Dein Herz, dann wird alles prima.



zuletzt bearbeitet 26.06.2014 22:38 | nach oben springen

#25

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 28.06.2014 19:08
von Olga | 1.208 Beiträge | 1834 Punkte

Liebe Kati,

das ist ein sehr schöner Bericht, danke!
Warum war deine Mom anfangs denn so gegen den Hund?
Meine mag generell keine Tiere. Ich kann mir sehr gut ihr Gesichts vorstellen, wenn sie uns irgendwann mal wieder besucht, und wir einen Bully haben

Wie läuft es mit dem Alois heute? (Gehe gleich nach einem Tagebuch oder so suchen :) )

Liebe Grüße,
Olga


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#26

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 01.07.2014 01:31
von KatiskühnerKuno | 1.463 Beiträge | 1614 Punkte

Na ja, meine Mom ist grundsätzlich immer erst mal gegen alles, sie war schon immer so, bei jedem meiner Hunde hat sie erst mal gemault, (allerdings nicht so schlimm wie bei meinem Ersten, inzwischen weiß sie ja das ich alles für meine Hunde tu) und sind sie dann erst mal da, liebt sie sie dann doch.
Sie kann halt nicht aus ihrer Haut und weil sie sich nicht vorstellen kann nen Hund zu haben und angebunden zu sein auf diese Weise, wie mans halt ist wenn man nen Hund hat, tut sie sich eben etwas schwer damit das nachzuvollziehen, aber trotzdem hat sie meine Hunde auch schon versorgt als ich im Krankenhaus war, also viel Gebrüll um nix.

Das Gesicht von Deiner Mom möchte ich zu gerne sehen Olga, wenn die dann zu Besuch kommt und da ein Bully rumhüpft, würd ich gern Mäuschen spielen. Warum mag sie denn keine Tiere?? Das kann ich mir ja so gar nicht vorstellen. Aber wenn dann schaffts ein Bully sie doch um den Finger zu wickeln. Der Kuno hat sogar die schlimmsten Hundegegner überzeugt und die saßen dann bei mir auf der Couch, meinen Bulldog auf dem Schoß, mit diesem leicht dümmlichen Gesichtsausdruck, den man auch von sich selber kennt!

Ach mit dem Alois wird's immer besser und bis auf seine Ausraster in denen er nicht zu bremsen ist, auf uns und dem Besuch rumhüpft und auch schon mal zwickt, nicht böse jetzt, sondern eher wies die Welpen so machen nur eben etwas grober, ist er eigentlich gut zu händeln mittlerweile.
Wird's zu dolle, nehm ich ihn und setz ihn erst mal vor die Tür ein paar Minuten, dann geht's wieder, alles andere ist nutzlos, Schimpfen nutzt nix, wegschubsen auch nicht, dann eben so, oder an die Leine.
Es ist auch schon besser geworden inzwischen, wirklich salonfähig ist dieses Verhalten natürlich noch nicht, aber das kriegen wir noch gebacken, braucht eben nur Geduld und Nerven.
Mit dem Hector geht's mittlerweile auch wieder einigermaßen, keine Raufereien mehr, aber eben Geknurre vom Hector, sobald er zu nah kommt, oder rumflippt. Das liegt aber vermutlich daran weil der Hector zur Zeit nicht so gut drauf ist gesundheitlich, der Rücken und die krummen Beinchen machen ihm grad zu schaffen, aber gut er ist fast 13 jetzt. Nun mit den Schmerzmitteln ist er nicht mehr ganz so mürrisch.
Wird alles noch werden denke ich.
Ansonsten ist der Alois wirklich ein kleiner Sonnenschein, wenn auch ein ein etwas durchgeknallter.



zuletzt bearbeitet 01.07.2014 01:35 | nach oben springen

#27

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 01.07.2014 09:02
von Olga | 1.208 Beiträge | 1834 Punkte

@Kati
Schön, dass deine Mom die Hunde irgendwann doch noch zu akzeptieren lernt und sich sogar um sie kümmern kann. Vielleicht macht sie sich einfach nur Sorgen, ob du das alles schaffst. Ein neuer Hund bedeutet immer eine neue Herausforderung.
Meine Mutter hat teilweise eine richtige Abneigung gegen Tiere. Warum das so ist, weiß ich nicht. Es ist ein wenig so, als wären Tiere in ihrer Welt vollkommen überflüssig. Wenn es geht, ignoriert sie sie (wie unsere Vögel). Wenn ein Hund sich bemerkbar macht, ist sie schnell genervt. Eine Bulldogge würde sie vermutlich auch noch als sehr hässlich empfinden und überhaupt kein Verständnis dafür haben. Aber egal. Sie kommt uns 2-3 im Jahr besuchen, da muss sie dann halt durch :D
Und vielleicht hast du recht, und unser Traumhund würde es doch noch schaffen, sie um die Pfote zu wickeln.

Liebe Grüße,
Olga


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#28

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 01.07.2014 09:10
von Knutschkugel • Bully-Experte | 12.467 Beiträge | 13608 Punkte

ach, des kenn ich.. mein papa is da genauso..
ach, dua den hund weg - warum bellt der mi jetzt o? sei stad! geh weg! schleich di! der bettlt!
sein schlimmster kommentar, als die zwei sich so in der wolle hatten war: dua oan hoid ins tierheim - wasn des für a scheissdreck da!!!

aber ich glaub des is die harte schale - weil im endeffekt hat er was tiere angeht n ganz ganz weichen kern - und des merken die zwei auch - nicht umsonst versuchen die zwei immer irgendwie auf seinen schoß zu kraxeln, apollo legt seinen kopf immer auf seine füße, sie hören ihm aufs wort etc etc.. und in unbeobachteten momenten hört man ihn mit den zweien reden, als wären es seine lieblingskinder


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(Ludwig II. von Bayern)


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#29

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 01.07.2014 09:14
von Faanzi | 5.459 Beiträge | 5998 Punkte

Ich kann mich noch ganz genau dran erinnern als ich meiner Mama gesagt habe ich möchte mir eine Französische Bulldogge holen.
WAS? Dann komm ich dich nicht mehr besuchen !
Meine Antwort: Alles Klar !
Ich weiß nicht was Sie da im Kopf hatte, riesiges Sabberndes Etwas , keine Ahnung...

Naja 3 mal dürft Ihr raten wer am liebsten zu erst begrüßt und beknuddelt wird wenn Sie zu Besuch kommt.
Richtig ICH nicht.



Liebe Grüße Franzi & Leyla<3
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#30

RE: Wie war eure Suche nach dem Traumbully?

in Erfahrungen mit Notbullies 01.07.2014 09:17
von Knutschkugel • Bully-Experte | 12.467 Beiträge | 13608 Punkte

[quote="Faanzi"|p4242429
Naja 3 mal dürft Ihr raten wer am liebsten zu erst begrüßt und beknuddelt wird wenn Sie zu Besuch kommt.
Richtig ICH nicht. [/quote]


haha darüber beschwert sich carsten auch manchmal, dass, seit die hunde da sind, nimmer er als erstes von seinen eltern (die übrigens auch gesagt haben, mein gott, tut euch doch ned den stress mit nem hund an) begrüßt wird.. und manchmal, da erzählt er was, und apollo oder lemmy machen was lustiges, dann hören ihm seine eltern auch nicht mehr zu sondern man hört nur "ach gottle, hast des gsehn? so liab!"


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